ISLAND – Auf der Jagd nach Polarlichtern

ISLAND – Auf der Jagd nach Polarlichtern

Im Spätsommer 2018 habe ich Island während eines Roadtrips entlang der Ringstraße erkundet. Dabei durfte ich zum ersten Mal Polarlichter erleben – leider nur kurz und nur in einer Nacht. Das hat jedoch gereicht, um mich mit dem Polarlicht-Virus zu infizieren. Seit diesem Tag bin ich fasziniert von dem Feuerwerk aus Licht und Farben am nordischen Nachthimmel. Fast genau ein Jahr später erfuhr ich von einem Sonnensturm, der in Richtung Erde rast. Diese Gelegenheit wollte ich mir nicht entgehen lassen und buchte kurzerhand Flüge, Unterkünfte und einen Mietwagen für einen 3-tägigen Kurztrip nach Island.

In den drei Tagen auf Island habe ich zahlreiche schöne Fotomotive entdeckt.
Die Polarlichter waren die Krönung dieses wundervollen Abenteuers.

Die Jagd nach Polarlichtern beginnt
Nur wenige Tage später ging es dann auch schon los auf meine erste gezielte Jagd nach den Polarlichtern. Nach rund vier Stunden Flugzeit kam die wunderschöne Vulkaninsel in Sichtweite. Auf Island angekommen, strahlte die Sonne von einem blauen, nahezu wolkenlosen Himmel. Dazu gab es milde Temperaturen und nur wenig Wind. Ein echtes Traumwetter und natürlich perfekte Bedingungen für mein Polarlicht-Fotoprojekt.

Da mein Flug erst am späten Nachmittag auf Island eintraf und sich die Mietwagenübernahme verzögerte, musste ich die Strecke zu meiner ersten Unterkunft leider in der Dunkelheit zurücklegen. Eigentlich wollte ich noch bei Tageslicht einen guten Kamera-Standort für die kommende Nacht suchen, doch daraus wurde nichts mehr. Zum Glück hatte ich bereits im Vorfeld auf Google Maps einige interessante Spots ausfindig gemacht. Folglich checkte ich nur noch kurz im Hotel ein und prüfte dann verschiedene Magnetometer im Internet. Auf den Messwert-Diagrammen waren bereits erste magnetische Aktivitäten zu erkennen. Ich machte mich daher umgehend auf den Weg zu einem kleinen abgelegenen See nördlich von Selfoss. 

Diese kleine Kirche am See Úlfljótsvatn nördlich von Selfoss hatte ich per Google Maps als Bildmotiv für die erste Polarlichtnacht herausgesucht.

Zaubershow am Nachthimmel
An dem See angekommen erstellte ich zunächst einige Testaufnahmen von der nächtlichen Landschaft. Auf den Bildern waren bereits schwache grüne Schleier zu erkennen. Es verging keine Stunde und schon ging der Zauber richtig los. Zunächst erschienen die Lichter nur an einzelnen Stellen. Doch schon bald tanzten überall am Nachthimmel Polarlichter in den schönsten Formen und Farben. Zeitweise waren die Polarlichter so hell, dass die Landschaft regelrecht ausgeleuchtet wurde. Zusätzlich zum typisch grünen Polarlicht, zeigten sich immer wieder Lichtbänder in rötlichen bis violetten Farbtönen. Die Lichter waren so aktiv, dass ich mit dem Fotografieren gar nicht hinterher kam. Ständig musste ich die Perspektive anpassen und während die Belichtungszeit an der Kamera herunter tickte, erschienen an anderer Stelle schon wieder neue Polarlichter. Teilweise konnte ich mich kaum entscheiden, in welche Richtung ich nun fotografieren soll.

Wow, was für eine Zaubershow! Mein Kurztrip nach Island hatte sich jetzt schon gelohnt. Glücklich und zufrieden fiel ich um 3 Uhr nachts ins Bett und schlief selig ein. Allerdings nur für rund drei Stunden, denn ich wollte die kurze Zeit auf Island bestmöglich nutzen und war noch vor Sonnenaufgang wieder auf den Beinen.

Die Geburtsstätte von Island
Nach dem Frühstück ging es direkt los in Richtung Pingvellier Nationalpark. Bei dem Roadtrip im Vorjahr hatten wir diese Ecke aus Zeitgründen ausgelassen. Das wollte ich jetzt nachholen. Ein Abstecher in den Pingvellier Nationalpark lohnt sich auf jeden Fall. Die Region ist landschaftlich reizvoll und gilt als Islands Geburtsstätte, sowohl politisch als auch geologisch. Der Nationalpark befindet sich in einer Grabenbruchzone, in der die tektonischen Platten von Europa und Amerika aufeinander treffen. Die Risse und Spalten im Erdboden machen die Erdgeschichte hier sichtbar und lebendig. 


Ein Abstecher ins Hochland
Nach dem Pingvellier ging es weiter über Laugarvatn und vorbei am Geysir und Gullfoss-Wasserfall direkt ins Hochland. Ich hatte dieses Mal einen 4WD-Mietwagen gebucht. Mit Alllradantrieb und etwas mehr Bodenfreiheit konnte ich einige Abstecher über die F-Roads ins Hochland machen, u.a. über die F35 bis Kerlingarfjöll und zum Hveravellir Geothermalgebiet. Die Fahrt ins Hochland war sehr abwechslungsreich. Hinter fast jeder Kurve veränderte sich das Landschaftsbild. Immer wieder zeigten sich ganz unterschiedliche Landschaften, mal grüne Täler mit idyllischen Bachläufen, mal karge Sandwüsten oder schroffe Felslandschaften und dann wieder bunte Thermalgebiete mit dampfenden Quellen. Island ist wirklich ein Land der Gegensätze und die Natur und die Landschaftsformen sind an Abwechslung kaum zu überbieten.

Nach dieser erlebnisreichen Fahrt durchs Hochland, kam ich entsprechend zufrieden am frühen Abend im Hotel Gullfoss an, meiner Bleibe für die nächste Nacht. Dort angekommen stärkte ich mich mit einem leckeren Abendessen im Hotelrestaurant, während es draußen langsam dämmerte. Während der Fahrt durchs Hochland, hatte ich mir die GPS-Koordinaten von einigen landschaftlich reizvollen Stellen notiert. Mein Plan war es, dort bei Dunkelheit Polarlichter zu fotografieren. Ich wollte mir in dieser Nacht mehr Zeit lassen für einen schönen Bildvordergrund. So stand ich nur wenig später etwas abseits der Straße im Hochland. Ganz alleine in völliger Dunkelheit und inmitten dieser gigantischen Natur. Ein wahrlich beeindruckendes Erlebnis!

Die Zaubershow geht weiter
Während ich auf die ersten Polarlichter wartete, nutzte ich das letzte Licht der Dämmerung für einige Landschaftsaufnahmen. Lange musste ich nicht warten, da zeigten sich auch schon die ersten Polarlichter am Himmel. Wie auch schon in der Nacht zuvor, ging es dann Schlag auf Schlag. Innerhalb kürzester Zeit steigerte sich die Aurora immer mehr. Wieder tanzten die Polarlichter in allen Himmelsrichtungen und dieses Mal waren die Lichter sogar noch heller und intensiver. Im Minutentakt bildeten sich neue Lichtschweife in den unterschiedlichsten Formen. Zeitweise leuchtete die Aurora so stark, dass ich die Belichtungszeit und die ISO-Empfindlichkeit der Kamera reduzieren musste, um überbelichtete Bilder zu vermeiden. Was für ein Wahnsinnsspektakel, ich war einfach nur geflasht! Bild für Bild wanderte auf meine Speicherkarte und ich schwor mir, dass ich das nächste Mal mindestens noch eine zweite Kamera mitnehme. Obwohl ich keineswegs alle dieser wunderschönen Polarlichter aufnehmen konnte, war ich dennoch mehr als zufrieden. Niemals hätte ich geglaubt, tatsächlich so ein Glück mit dem Wetter zu haben. Dann auch noch so intensive Polarlichter erleben zu dürfen – ein Traum!

Selfie am Geysir
Zufrieden packte ich meine Kameraausrüstung zusammen und fuhr zum Hotel zurück. Dort gönnte ich mir ein paar Stunden Schlaf, bevor es noch vor dem Frühstück erneut auf Tour ging. Am Tag zuvor fuhr ich nachmittags bereits am Geysir vorbei. Schon von weitem konnte ich jedoch die Touristenmassen sehen, die sich um den Geysir drängten. Da mein Hotel nur rund 10 Minuten Fahrzeit entfernt lag, hielt ich am Vortag gar nicht erst an. Stattdessen wollte ich mein Glück früh am nächsten Morgen versuchen. Meinen Überlegungen zufolge, müsste der Stand der Sonne zu diesem Zeitpunkt sowieso viel besser zum Fotografieren sein. Der Plan ging voll auf: Als ich am Geysir ankam, war weit und breit keine Menschenseele zu sehen. In aller Ruhe konnte ich einige schöne Fotos von der Wasserfontäne im besten Morgenlicht machen. Es blieb sogar noch Zeit für ein tolles Selfie vor dem speienden Geysir. 😉

Haifoss, Hochland und zurück nach Grindavik
Nach diesem gelungenen Auftakt in den Tag, ging es zurück ins Hotel, wo bereits das Frühstücksbuffet wartete. Anschließend checkte ich im Hotel aus und startete zu meiner nächsten Tour. Das heutige Ziel war ein Abstecher über die Orte Fludir und Stori Nupur bis zum sagenumwobenen Vulkan Hekla. Der Vulkan ist einer der bekanntesten und bis heute aktivsten Vulkane der Welt. Der Sage nach gilt er als Eingang zur Hölle. Über die Straße 32 ging es im weiten Bogen nach Osten. Entlang der Strecke hatte ich mir einige eher unbekannte Ziele markiert, darunter ein wunderschönes Flussdelta. Ebenfalls auf der Route lag der Haifoss, einer der höchsten und spektakulärsten Wasserfälle auf Island. Der Wasserfall liegt abseits der großen Straße und die F-Road zum Wasserfall ist nur für „Mountain Vehicles“ zugelassen. Tatsächlich war ich an einigen Stellen froh über die zusätzliche Bodenfreiheit und den Allradantrieb meines Mietwagens. Dort angekommen entschädigt der Anblick der riesigen Schlucht aber auf jeden Fall für die holprige Anfahrt. Nach dem Abstecher zum Haifoss ging es auf der F26 weiter hinein ins Hochland. Nach unzähligen Fotostopps machte ich mich schließlich auf den Weg zur Südküste und erreichte am späten Abend das Endziel der heutigen Etappe, die Ortschaft Grindavik im Südwesten der Insel.

Tschüss Island
Leider ging mein Island-Kurztrip damit auch schon zu Ende. Mein Rückflug nach Basel startete bereits früh am nächsten Morgen. Ein bisschen traurig war mir schon zumute, dass dieser wunderschöne Abenteuerurlaub schon vorbei war. Ein Blick auf den Wetterbericht ließ mich jedoch schmunzeln – bereits für den Abflugtag war eine dichte Wolkendecke und Regen vorhergesagt. Mit dem Wissen, das perfekte Zeitfenster erwischt zu haben, schlief ich zufrieden und mit einem breiten Grinsen im Gesicht ein. 😀

Ein Tag später war ich schon wieder Zuhause und schob die gut gefüllten Speicherkarten in den PC. Beim Anblick der Fotos von meinem Polarlicht-Abenteuer war es dann wieder da: Das breite Grinsen und ein Gefühl von Zufriedenheit. Danke Island für diese wundervolle Erfahrung! 

Als kleine Zusammenfassung meiner Reise, habe ich auf dem Rückflug dieses Video auf dem Handy geschnitten. Viel Spaß beim Anschauen.


Tipps für das Fotografieren von Polarlichtern

Wer sich für Fotografie und Kameratechnik interessiert, findet nachfolgend noch einige Informationen zur verwendeten Fotoausrüstung und meiner Arbeitsweise.

Kameraausrüstung und hilfreiche Tools
Für die Jagd auf Polarlichter habe ich meine Lumix G9 in den Fotorucksack gepackt, zusammen mit dem Leica 12-60 mm und dem Lumix Teleobjektiv 45-200 mm. Dazu gesellte sich eine DJI Mavic Air und für Zeitraffer und Selfies die Lumix FT-5. Zur Beobachtung der magnetischen Aktivität nutzte ich vorwiegend die Smartphone-App “Polarlicht-Vorhersage” sowie die Websites
www.en.vedur.is und www.aurora-service.eu

Für die Jagd auf Polarlichter hatte ich meine Lumix G9 eingepackt, zusammen mit dem Weitwinkelobjektiv “Leica 12-60 mm F2.8-4.0” und dem Telezoom “Lumix 45-200 mm F4.0-5.6II”.

Einstellungen für Belichtung, Fokus und Weißabgleich
Grundsätzlich sind beim Fotografieren von Polarlichtern die gleichen Punkte zu berücksichtigen, wie bei anderen Nachtaufnahmen. Zunächst heißt es Verwacklungen vorzubeugen, d.h. ein stabiles Stativ ist Pflicht. Ich benutze auf Reisen das “Compact Traveller No.1” von Rollei. Ist die Kamera erstmal auf dem Stativ montiert, aktiviere ich bei meiner Lumix G9 gerne den Nachtmodus. Dadurch wird die Helligkeit der Displayanzeige reduziert und auf rotes Licht umgeschaltet. So werden die Augen nicht geblendet und können sich auf die nächtliche Lichtsituation einstellen.

Im nächsten Schritt ist manuelles Fokussieren angesagt. Wenn es schnell gehen muss, stelle ich bei der Lumix G9 einfach die Entfernungsskala im Display auf “unendlich”. Meistens jedoch setze ich die Schärfe manuell, in dem ich auf einen hellen Stern oder eine andere weit entfernte Lichtquelle fokussiere. Die digitale Sucherlupe ist dabei eine große Hilfe und der richtige Schärfepunkt schnell gefunden. 

Belichtet wird im manuellen Modus, d.h. Drehrad auf “M” und die größtmögliche Blende einstellen. Bei meiner Lumix G9 mit dem Leica 12-60 mm bedeutet das eine Offenblende von F2.8. Ich fotografiere grundsätzlich in RAW mit automatischem Weißabgleich. Bei Bedarf passe ich den Weißabgleich später in Lightroom an.

Die Smartphone-App „Polarlichtvorhersage“ ist eine gute Hilfe bei der Planung.

Bildrauschen niedrig halten
Um das Bildrauschen gering zu halten, wähle ich stets eine möglichst niedrige Empfindlichkeit. In der Regel bedeutet das einen Wert von ISO 400 bis maximal ISO 1600. Bei den Belichtungszeiten gilt es ein wenig zu experimentieren. Eine zu lange Belichtungszeit ist oftmals ungünstig, weil die Polarlichter dann zu einer großen “grünen Matschsuppe” werden. Am Anfang wähle ich daher meistens eine Belichtung von 15 Sekunden und taste mich dann langsam ran. Die Werte sollten natürlich an die individuelle Situation und die eigene Kameraausrüstung angepasst werden – als Grundeinstellung sind diese Parameter aber meistens gut geeignet.

Auslösen mit Wifi und Smartphone
Zum Auslösen verwende ich gerne den 2-Sekunden Selbstauslöser. Ein Verwackeln beim Drücken der Auslösetaste wird dadurch verhindert und gleichzeitig spart man sich einen zusätzlichen Fernauslöser. Kleiner Tipp: Eine richtige Fernauslösung ist bei Lumix-Kameras mittels Smartphone über die “Panasonic Image App” möglich. Damit kann man es sich beispielsweise im Auto gemütlich machen und die Kamera per Wifi-Verbindung auslösen. Sogar die meisten Kamera- und Belichtungseinstellungen können direkt in der App angepasst werden. Was zunächst vielleicht etwas faul klingt, kann im Winter bei Eiseskälte durchaus ein Segen sein.

Ein kleiner See nördlich von Selfoss war meine Fotolocation für die erste Nacht. Mit der Lumix G9 war es einfach, das Naturschauspiel der Polarlichter im Bild festzuhalten. Die meisten Bilder wurden bei Blende F2.8 mit Belichtungszeiten von 10-20 Sekunden und ISO 400 aufgenommen.

Polarlichter mit Landschaft aufnehmen
Bei der Fotografie von Polarlichtern kann es sinnvoll sein, das letzte Licht der Dämmerung für einige Landschaftsaufnahmen zu nutzen. Zu diesem Zeitpunkt ist noch genügend Restlicht vorhanden, um die Landschaft relativ hell abzubilden. Mit den Aufnahmen kann später am PC sehr einfach in Photoshop die Landschaft aufgehellt bzw. überblendet werden – ähnlich wie bei einer klassischen Belichtungsreihe. Ob diese Arbeitsweise Sinn macht bzw. notwendig ist, hängt u.a. auch von den Wetterbedingungen ab. Bei meinem Besuch auf Island beispielsweise ging der Mond schon früh unter, d.h. die Nächte waren wirklich stockfinster. Belichtet man in so einer Situation korrekt auf die Polarlichter, dann versinkt die Landschaft normalerweise in völliger Dunkelheit. Deshalb nutze ich gerne die Möglichkeit, heller belichtete Aufnahmen in Photoshop überblenden zu können.

Dass es grundsätzlich auch mit Einzelaufnahmen geht, hat die vorangegangene Nacht gezeigt. Am Abend zuvor war es bereits stockdunkel, als ich mit dem Fotografieren begann. Fotos im Dämmerlicht aufzunehmen, war nicht mehr möglich. Dennoch konnte ich in der Nachbearbeitung noch einiges aus den RAW-Aufnahmen der Lumix G9 herausholen. Beim Aufhellen der Tiefen in Lightroom haben die RAW’s erstaunlich viel Spielraum offenbart. Selbst in vermeintlich komplett schwarzen Flächen, wurden wieder zahlreiche Details sichtbar. Das Aufhellen fördert allerdings ein deutliches Rauschen zutage. Es ist deshalb wichtig, mit den Funktionen zur Rauschreduzierung entgegen zu wirken.

Dieser Vorher-Nachher-Vergleich zeigt, welche Reserven die RAW-Dateien der Lumix G9 für die Nachbearbeitung haben. Belichtet wurde auf die Polarlichter, die Tiefen wurden später in Adobe Lightroom aufgehellt. Die Details in der Landschaft kamen dadurch wieder zum Vorschein.

Auf meiner Island-Tour kam auch das Teleobjektiv sehr häufig zum Einsatz. Während der Fahrt entdeckte ich immer wieder interessante Motive, bei denen die relativ lange Brennweite hilfreich war. Die zahlreichen Islandpferde z.B. sind ein lohnendes Motiv für das Teleobjektiv. Aber auch am Vulkan Hekla konnte ich die Bildwirkung des Teleobjektives gut nutzen, um dichter an das Geschehen heranzukommen und den Bildinhalt zu verdichten. Über die Leistung des 45-200 mm Teleobjektivs bin ich immer wieder überrascht: Trotz des relativ geringen Preises, nimmt das Objektiv sehr gute Fotos auf. Schärfe und Bildqualität sind selbst bei vollen 200 mm absolut brauchbar. Die Bildstabilisation funktioniert in Kombination mit der Lumix G9 hervorragend. Die Brennweite von 200 mm (mal Crop-Faktor 2 = 400 mm am MFT-Sensor), bietet vielfältige Möglichkeiten um weit entfernte Motive nah ran zu holen.

Die 200 mm Brennweite des Lumix-Telezooms waren bei vielen Motiven ideal. So auch bei diesem Foto, welches von der verdichtenden Bildwirkung des Teleobjektives profitiert.

Bildbearbeitung und Videoschnitt unterwegs
Was mit der heutigen Technik alles möglich ist, konnte ich auf dem Rückflug ausprobieren. Im Flugzeug koppelte ich mein Smartphone mit der Lumix G9 und lud mir die schönsten Bilder aufs Handy. Noch einige Drohnenaufnahmen von der Mavic Air dazu und ein paar Selfies aus der Lumix FT-5 und schon konnte ich noch während des Fluges ein kleines Reisevideo erstellen (siehe oben). Die Lumix-Kameras passen dank Wifi-Verbindung bestens in den digitalen Workflow auf Reisen. Es ist verdammt cool, was man heutzutage unterwegs alles erledigen kann – ganz ohne PC, einfach nur mit dem Smartphone.

Fazit
Mit meiner Fotoausrüstung für die Polarlichter-Jagd war ich rundum zufrieden. Die Lumix G9 hat sich erneut als perfekte Reisebegleitung bewährt. Klein und leicht, mit nur zwei Objektiven konnte ich alle Fotosituationen gut meistern. Die gesamte Ausrüstung inklusive Drohne, Zweitkamera und Zubehör passt dabei problemlos in einen kleinen handgepäck-tauglichen Fotorucksack. So macht Reisen Spaß!


Wenn du mehr über Island lesen möchtest, dann schau doch auch den Blogbeitrag über meinen Island-Roadtrip auf der Ringstraße an.

Michael Sauer

Ich bin leidenschaftlicher Hobby-Fotograf und immer auf der Suche nach dem richtigen Licht. Der Schwerpunkt meiner Aufnahmen liegt auf Motiven in Süddeutschland im Schwarzwald und entlang des Oberrhein. Immer wieder packt mich aber auch das Reisefieber und die Lust neue Dinge zu entdecken. In diesem Blog berichte ich von meinen Reisen quer durch Europa.
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